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14Dez

Grüne für Direkte Demokratie

Grüne wollen „Basta“nicht mehr hören

Partei wirbt heute im Stadtrat für mehr direkte Bürgerbeteiligung

SOEST _ Für die Grünen ist es eine Herzensangelegenheit, schließlich sind sie selber einmal vor 30 Jahren durch Einmischen und Mitreden groß geworden. In der heutigen Ratssitzung wollen sie nicht nur für einen Bürger-Haushalt werben, sondern generell für ein „neues, kreatives Einmischen in Politik“.

Die Zeit der „Basta-Politik“ sei auch für Soest abgelaufen. Es mangele im Rathaus gar nicht mal am guten Willen, sagen die Grünen Anne Richter, Werner Liedmann und Tim Neumann. „Die Verwaltung ist auf dem Gebiet einfach nicht gut aufgestellt.“ Es gebe dort niemanden, der intensiv mit den Soestern kommuniziere – vor wichtigen Entscheidungen nicht, und auch hinterher nicht, wenn doch mal wieder etwas anderes (oft auch aus gutem Grund) beschlossen wurde, das zuvor aber auf Bürgerversammlungen anders besprochen worden war.

Wie nötig es heute ist, Bürger „mitzunehmen“ und gegen Staats- und Demokratieverdrossenheit anzugehen, habe eindrucksvoll das Engagement Zehntausender gegen den Stuttgarter Bahnhof gezeigt, sagen Richter, Neumann und Liedmann und haben aber auch sofort Soester Beispiele parat. So hätten sich Eltern der Georgschule mehr Mitsprache gewünscht, als es um den Umzug der Schule in den Soester Westen ging – ein Beleg „mangelhafter Vorbereitung“ und „schlechter strategischer Voraussetzungen“ in der Soester Stadtverwaltung.

Gerade weil das Geld im Rathaus weniger werde, müsse intensiv zusammen mit den Bürgern ausgelotet werden, was noch geht und wie die Prioritäten aussehen. Dass es auch anders laufen kann und dass es hoffnungsvolle Beispiele in Soest gibt, lassen die Grünen nicht unerwähnt.

Bei einem Austausch in der Aula des Schulzentrums hätten Anwohner und Betroffene ein „eindeutiges Votum“ gegen die von der Verwaltung favorisierte Zusammenlegung von Johannes- und Astrid-Lindgren- Grundschule abgegeben – eine aus Sicht der Grünen „ermutigende, aber einmalige Beteiligungserfahrung!“

Alarm: 17,7 Prozent Wahlbeteiligung

Damit es eben keine Eintagsfliege bleibt, müsse die Stadt ihr strategisches Zukunftsprogramm, das sie heute beschließen wird, um die Selbstverpflichtung einer umfassenden Bürgerbeteiligung erweitern. „Wir müssen Methoden finden, an die Gesellschaft heranzukommen“, sagt Liedmann und verweist auf die bitter-niedrige Wahlbeteiligung, die es bei der letzten Ratshauswahl gerade im Soester Süden gegeben habe: Während stadtweit immerhin noch 50 Prozent an die Urne gingen, waren es in einem Süd-Bezirk gerade noch 17,7 Prozent. Fünf von sechs Einwohnern dort ließ die Kommunalwahl völlig kalt. _Holger Strumann_Soester Anzeiger

Das Wort Basta wollen sie nicht mehr hören: Tim Neumann, Anne

Richter und Werner Liedmann. _ Foto: Dahm

12Dez

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Mit diesem Beitrag richten wir uns an alle Mitbürger, die ehrenamtlich tätig sind.

Es sind Sie und die vielen anderen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt, die durch Ihre tagtäglichen Leistungen in den Vereinen, in den Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen dazu beitragen, dass Soest bunt, lebens- und liebenswert bleibt.

In Ihrem Engagement möchten wir Sie auf politischem Weg unterstützen. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement brauchen Ermutigung, Förderung und Unterstützung.

Dazu sind wir zunächst auf Ihre Mithilfe angewiesen: Wir möchten wir Sie herzlich bitten, uns Ihre Anregungen und Wünsche für Soest mitzuteilen. Dazu haben wir einen

Online-Fragebogen

entworfen. Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Antworten bis zum 9. Dezember 2011.

 

 

10Dez

Bündnisgrüne Fraktion gegen Factory-Outlet-Center in Werl

Einen gemeinsamen offenen Brief gegen Factory-Outlets auf der “grünen Wiese” schickte die Bündnisgrüne Fraktion in Soest und die Grünen in der Region an Harry K. Voigtsberger, dem zuständigen Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Unterzeichnet haben die Grünen von Ense, Fröndenberg, Hamm, Iserlohn und Hemer, Lippstadt, Menden, Schwerte, Sundern, Unna, Warstein, Werl und Wickede. Die Argumente gegen das Projekt sind bekannt und nicht zu widerlegen: der dezentrale Standort gefährdet die gewachsenen Einkaufsstrukturen der Innenstädte in der Region, er fördert den Individualverkehr weil nur mit dem Auto ein Besuch dieser MEGA-Märkte möglich ist und widerspricht jeglicher bisherigen Landesentwicklungsplanung.

Nur durch ein Urteil des OVG Münster, das das Ansiedlungsverbot solcher Einkaufsmoloche im ländlichen Raum aufhob (Recht auf kommunale Selbstverwaltung) besteht das Problem überhaupt. Das Land muß schleunigst den gesetzlichen Rahmen nachbessern, und hat auch bereits Signale gesendet dass man willens ist. Unsere Initiative ist hoffentlich ein weiterer Anschub, schnell zu reagieren. Der Zeitpunkt ist auch darum günstig, weil gerade jetzt über den Zeitplan zum neuen Landesentwicklungsplan beraten wird. Landesweit wollen viele Investoren gerade Fakten schaffen.

07Dez

Neue Zukunftschancen für 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche

Bedürftige Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch aufs Mitmachen – bei Tagesausflügen und dem Mittagessen in Kita, Hort und Schule, bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen und Gruppen.

Das neue Bildungspaket der Bundesregierung unterstützt gezielt 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche, deren Eltern leistungsberechtigt nach dem SGB II sind (insbesondere Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld), Leistungen nach § 2 AsylbLG, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, und eröffnet ihnen so bessere Lebens- und Entwicklungschancen. Auch wer Leistungen nach § 3 AsylbLG bekommt, kann einen Anspruch auf das Bildungspaket haben.

Mit dem Bildungspaket können Lernmaterialien und Beförderungskosten bei Besuch einer weiterführenden Schule bezuschusst werden. Eine qualifizierte Lernförderung wird ermöglicht, wenn Kinder und Jugendliche in der Schule nicht mehr mitkommen. Das ist ein großer Schritt zu mehr Motivation, mehr Bildung und mehr Chancen für ihre Zukunft.

Link: Infoseite zum Bildungspaket und der Bestelllink für Broschüren (auch in englisch, türkisch, arabisch, russisch:

Link: Infos und Anträge auf der Seite des Kreises Soest

 

 

05Dez

Nicht legitimiert – Leserbrief von Tim Neumann

 

Tim Neumann reagiert in diesem Leserbrief auf das Nein des Schulausschusses, die Stadtschulpflegschaft aufzunehmen.

Ein „Chapeau!“ an die Kollegen der BG, CDU und FDP, das im Sport- und Schulausschuss gezeigte Demokratieverständnis kann kein Wählerwille sein, sich gegen den Wählerwillen zu stellen erfordert Mut – Mut zum Untergang.

Im letzten Sport- und Schulausschuss der Stadt Soest wurde die Beteiligung von Eltern an der schulpolitischen Diskussion mit der Mehrheit von BG, CDU und FDP abgelehnt.  Eltern sind im Ausschuss laut des Votums dieser Fraktionen nicht erwünscht – eine Diskussion auf Augenhöhe findet nicht statt – Punkt, Ende, aus.

BG, CDU und FDP folgten in der Abstimmung einem Beschlussvorschlag des ersten Beigeordneten der Stadt Soest, Peter Wapelhorst, in dem er ausreichende Raumkapazitäten (der Sport- und Schulausschuss tagt zum Teil in den Soester Schulen) und die Legitimation der Stadtschulpflegschaft Soest zur Vertretung von Elterninteressen anzweifelte. Eine Farce in meinen Augen, wir reden über EINEN beratenden, nicht stimmberechtigten Sitz im Sport- und Schulausschuss. weiterlesen »

03Dez

Eltern müssen draußen bleiben

Kein Sitz für Stadtschulpflegschaft im Ausschuss

SOEST _ Elternmitwirkung bei Schulthemen in der Stadt? Ja klar. Ein Sitz für die Stadtschulpflegschaft im Schulausschuss? Bloß nicht. So lässt sich das Ergebnis der Diskussion im Schulausschuss am Donnerstagabend über einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen zusammenfassen.

Zwar warben nicht nur Vertreter dieser beiden Fraktionen dafür, den Schulausschuss um einen Vertreter  der Stadtschulpflegschaft mit beratender Funktion zu erweitern, am Ende folgte die Mehrheit aber der Vorlage der Verwaltung, die davon nichts wissen wollte.  Die Argumentationslinien beider Seiten waren klar: Die Befürworter eines Stadtschulpflegschaftssitzes im Schulausschuss verwiesen auf Klagen von Eltern aus der jüngeren Vergangenheit, dass sie bei wichtigen Entscheidungen zur Schulpolitik nicht genügend oder zu spät einbezogen worden seien. Für Anne Richter (Grüne) war klar, dass vor diesem Hintergrund eine Mitgliedschaft von Elternvertretern im Schulausschuss ein wichtiger und richtiger Schritt wäre. „Eine Ablehnung wäre ein Schlag ins Gesicht der Eltern“, warnte sie. weiterlesen »

02Dez

Sekundarschule rückt näher

 

Mehrheit im Schulausschuss unterstützt Vorschlag für Prüfung einer Einführung

SOEST  Es war, darauf legte Beigeordneter Peter Wapelhorst gleich zu Beginn der Diskussion mehrfach Wert, keine abschließende Entscheidung für die Einführung einer gemeinsamen Sekundarschule von Soest und Bad Sassendorf, die da gestern Abend nach einer intensiven Auseinandersetzung im Schulausschuss mehrheitlich gefällt wurde. Aber ein klares Signal für die unter Zugzwang stehende Nachbarkommune war es allemal: Soest wird die Möglichkeiten eines gemeinsamen Zweckverbandes prüfen, der Träger der ersten Sekundarschule in der Stadt mit einer Dependance (Zweigstelle) im Kurort werden würde. Damit unterstützte eine Mehrheit aus weiten Teilen der CDU sowie SPD und Grünen den entsprechenden Vorschlag der Verwaltung (der Anzeiger berichtete). Allerdings wurde in dem Beschluss des Schulausschusses die Forderung der Grünen berücksichtigt, die eine Elternbefragung bereits im kommenden Frühjahr, und nicht erst, wie von der Verwaltung vorgesehen, im September 2012 vorsieht. weiterlesen »
25Nov

Soestpass für Leute mit wenig Geld

Grüner Antrag erfolgreich

Gestern Abend: Weichen für Ausweis gestellt

10-04-20 Antrag_Soestpass

SOEST _ Kein Geld, um Lesestoff auszuleihen. Kein Geld für die Volkshochschule oder für einen Museumsbesuch. Dass Armut Menschen aus der Gesellschaft ausgrenzt, ist keine Seltenheit. Nun soll der Soestpass Abhilfe schaffen.

Gestern Abend nahm er im Sozialausschuss eine wichtige Hürde. Die Weichen sind gestellt. Möglichst schon im Frühjahr soll der Ausweis vorliegen. Ein Sponsor übernimmt die Druckkosten. Vor eineinhalb Jahren legten sowohl die Grünen als auch die Linken entsprechende Anträge vor. 10 000 bis 12 000 benachteiligte Soester sollen von den Vergünstigungen profitieren, Familien beispielsweise, die nur ein geringes Einkommen haben. weiterlesen »