Die Integrationsdebatte auch in Soest..
In den vergangenen Tagen wurde der Vorsitzende der GRÜNEN Fraktion, Werner Liedmann, angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Wir haben die Anfrage und deren Anwort dokumentiert:
Soest, den 19.9.2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir gehören zur bürgerlichen Mitte. Wir zahlen pünktlich Steuern und wählen wechselnd die “richtige” Partei. Jedoch fragen wir uns aus gegebenem Anlass (Integrationsdebatte):
Was tun die Grünen eigentlich dafür, dass Menschen, die in Deutschland leben wollen, die deutsche Sprache lernen müssen. Und was tun die Grünen dafür, dass eine solche Regel auch eingehalten wird?
Was tun die Grünen dafür, dass Kindergartenpflicht eingeführt wird, damit alle Kinder von Klein auf lernen können was das Land für sie tut und was sie für das Land tun können?
Wie wollen die Grünen dafür sorgen, dass Menschen, die sich nicht integrieren wollen, das Land wieder verlassen müssen?
Und was tun Sie persönlich dafür, um diese Ziele zu erreichen?
Mit freundlichen Grüßen
C. G.
59494 Soest
Soest, den 22.9.2010
Sehr geehrte Frau G.,
ich lese bei Ihnen erheblichen Ärger über die bisherige Integrationsdebatte heraus. Ich teile diesen Ärger, aber wahrscheinlich sind meine Gründe andere als Ihre. Ich glaube, dass “ihre Parteien”, die Sie wechselnd gewählt haben, wenig bis gar nichts produktives zu diesem Thema beigetragen haben. Die beiden großen Volksparteien haben sich 1992 in einem großen Asylkompromiss verständigt, die zu uns kommenden Flüchtlinge in Sammelunterkünften außerhalb der Städte unterzubringen und ihnen den Unterhalt mit Sachleis-tungen 20% unterhalb Sozialhilfeniveau zu gewähren. In den Sammelunterkünften geborene Kinder haben erst seit 2005 eine Schulpflicht. weiterlesen »