Verwaltung verhandelt über den Vertrag
Soester Anzeiger 23.Mai 2011
SOEST Die Soester Privathaushalte, die ihren Strom bei den Stadtwerken beziehen, erhalten die Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Energien. Nach der Katastrophe in Fukushima ist eine solche Versorgung ausschließlich aus Ökostrom in aller Munde, in Soest allerdings schon länger umgesetzt.
Die Stadt selber bezieht ihren Strom selbstredend von der eigenen Tochter, erhält aber den gewerblichen Mix für ihre 2,75 Millionen Kilowattstunden, die pro Jahr im Rathaus, den Schulen und anderen städtischen Liegenschaften verbraucht werden. Dieser Mix stammt zu 12,1 Prozent aus Atomkraftwerken und zu 25,6 Prozent aus Kohlekraftwerken. Gerade gut fünf Prozent könnten als Ökostrom bezeichnet werden, meinen die Grünen.
Das ließ die Partei nicht ruhen, und sie beantragte im Stadtrat ein Umschalten bei der Energieversorgung. Künftig solle die Stadt nur noch Ökostrom verbrauchen.
Der Rat gab einhellig den Auftrag an die Verwaltung, mit den Stadtwerken über einen solchen Liefervertrag zu verhandeln. Allerdings, so forderten einige Politiker, müsse das kostenneutral sein. Deshalb sei es vielleicht ganz wirksam, bei anderen Lieferanten von Ökostrom die Preise einzuholen und zu vergleichen.
Werner Liedmann von den Grünen aber wies darauf hin, dass eventuelle höhere Gebühren für Ökostrom dafür genutzt würden, die alternativen Energien weiter auszubauen. „Wir wollen natürlich, dass dieses Geld in Soest eingesetzt wird und nicht irgendwo anders.“kf







