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Gesundheit

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Grüne Gesundheitspolitik – Solidarität leben

Zentrale Forderungen

  1. Beratungsangebote erhalten und ausbauen,
  2. hochwertige gesundheitliche Versorgung durch konstruktive Zusammenarbeit der Anbieter, vor allem auch der beiden Soester Krankenhäuser,
  3. Ressourcen für die kindliche Entwicklung sicherstellen,
  4. selbstbestimmtes Leben im Alter und bei Behinderung ermöglichen,
  5. gesunde städtische Umwelt schaffen und erhalten.

Wir setzen uns für eine soziale und solidarische Gesellschaft ein: Krankheit, Alter und Behinderung dürfen einer selbstbestimmten gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht entgegenstehen. Präventionsarbeit und Beratung, auch bei Abhängigkeitserkrankungen und HIV-Infektionen, sind für uns wichtige Bausteine im Gesundheitssystem, die in Soest erhalten und weiterentwickelt werden müssen.

Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung muss für alle zugänglich sein; jeder muss notwendige und sinnvolle medizinische Maßnahmen in Anspruch nehmen können. Dabei möchten wir die Souveränität und die Rechte der PatientInnen stärken. Wir setzen uns für eine umfassende Information und mehr Transparenz in einem patientenorientierten Gesundheitswesen ein. Hierbei müssen öffentlicher Gesundheitsdienst, niedergelassene ÄrztInnen, Krankenhäuser und sonstige Anbieter gesundheitsbezogener Dienstleistungen eng zusammenarbeiten.

Insbesondere fordern wir eine konstruktive Zusammenarbeit der beiden Soester Krankenhäuser, des Marienkrankenhauses und des Klinikums Stadt Soest, um statt Doppelangeboten auf gleichem Gebiet ein sich ergänzendes breites Spektrum hochwertiger medizinischer Versorgung bereitstellen zu können. Beide Krankenhäuser sind wichtige Standbeine bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, die einen ruinösen Wettbewerb unbedingt vermeiden und sich stattdessen gemeinsam  am Gesundheitsmarkt positionieren sollten. Die Krankenhäuser müssen ihre Kommunikation mit anderen Anbietern, vor allem mit den niedergelassenen ÄrztInnen und Nachsorgeeinrichtungen, intensivieren. Insbesondere sollte die ärztliche Notdienstpraxis an einem der beiden Soester Krankenhäuser installiert werden.

Wir begrüßen und unterstützen die Etablierung eines Tumorzentrums in Verbindung  mit der  innovativen Therapiemöglichkeit „Cyberknife“, mit der Tumore durch robotergesteuerte Präzisionsbestrahlung schonend und schmerzfrei behandelt werden können.

Zur optimalen Versorgung bei Gefäßkomplikationen im Gehirn streben wir die Einrichtung eines Schlaganfallzentrums an einem der Soester Krankenhäuser an.

Psychisch kranke Menschen sollen in ihrem Wohnumfeld ein qualitativ hochwertiges Behandlungs- und Hilfsangebot vorfinden. Dabei müssen wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft altersbedingten psychiatrischen  Aspekten vermehrt Rechnung tragen. Ambulanten und teilstationären  Maßnahmen wie z.B. auch ambulanter psychiatrischer Pflege und tagesklinischer Behandlung räumen wir Vorrang vor stationären Hilfeformen ein.  Wir möchten die Selbstbestimmungs- und Persönlichkeitsrechte sowie die sozialrechtliche Stellung psychisch kranker Menschen stärken. Entsprechende Vereine und Selbsthilfegruppen haben für uns hohe Bedeutung.

Wir wollen eine angemessene psychosoziale Begleitung für sterbende Menschen mit einem flächendeckenden Angebot an stationären und ambulanten palliativen Einrichtungen. Wir begrüßen und unterstützen den Aufbau von Palliativstationen und Hospizeinrichtungen.

Kinder, deren Entwicklung durch Behinderung bedroht ist, müssen wir gezielt durch Frühförderung unterstützen. In diesem Zusammenhang kommt auch den Kinderkrippen, Kindergärten und Kindertagesstätten eine wichtige Aufgabe zu. Die GRÜNEN fordern eine intensive Vernetzung der vorhandenen Soester Strukturen und die Sicherstellung einer angemessenen personellen Ausstattung mit entsprechend qualifizierten MitarbeiterInnen. Notwendige Fördermaßnahmen dürfen nicht an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitern. Hierfür setzen wir uns in unserer politischen Arbeit ein.

Ein selbstbestimmtes Leben im Alter und bei Behinderung  erfordert oft bestimmte Rahmenbedingungen. Sowohl besondere Wohnformen als auch ein Netzwerk für bedarfsgerechte Hilfen zur Gewährleistung der Teilhabe sind erforderlich. Die Schaffung von barrierefreien Wohnungen sehen wir in diesem Zusammenhang als einen wichtigen Schritt. Bei der Infrastruktur der Wohngebiete sollte ein Generationenmix angestrebt werden. Läden, Banken usw. sollten möglichst wohnungsnah vorhanden sein. Seniorenbeirat und BAKS sind für uns wichtige Gesprächspartner bei der Gestaltung angemessener Lebensräume

Die Wohngebiete sollten aber auch den Entwicklungsbedürfnissen von Kindern Rechnung tragen. In diesem Zusammenhang sind wir für die Verkehrsberuhigung von Wohngebieten und eine ausreichende Anzahl von Spielplätzen, die die Kreativität anregen.

Eine gesunde städtische Umwelt und Gesundheitsschutz im öffentlichen Leben sind für uns wichtige Ziele. Saubere Luft und sauberes Wasser sind unverzichtbar. Auch durch umfangreiche Grünflächen und einen Erhalt des Baumbestandes wollen wir den Gesundheits- und Erholungswert der Stadt sichern.