Klima schützen – in Soest handeln
Zentrale Forderungen:
- Verbindliche Ziele der Stadt Soest zum CO2-Abbau
- Unser Ziel: Soest spart mindestens 1% Energie pro Jahr!
- Neues Klimaschutz-Konzept für Soest mit konkreten Maßnahmen für Energieversorgung, Mobilität und Stadtplanung
- Umsetzung des Klima-Konzepts durch breite Beteiligung aller kommunalen Akteure und Verankerung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung
Wir GRÜNE sind davon überzeugt: Der rasant fortschreitende Klimawandel fordert ein radikales Umsteuern – wenn wir materielle und soziale Konsequenzen des Klimawandels noch verhindern wollen. Dabei sind die Städte die entscheidenden Akteure im Klimaschutz. Das gilt auch für die Stadt Soest als die Entscheidungsebene, die den BürgerInnen am nächsten ist. Soest muss seinen Teil zu dem Ziel beitragen, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu senken.
Soest muss endlich klimapolitisch aktiv werden: In der Stadt gibt es viele klimarelevante Handlungsfelder, die es zu nutzen gilt: Stadtplanung, Energieversorgung, Mobilität. Wir wollen, dass die Stadt Soest verbindliche Ziele zum CO2-Abbau beschließt und diese gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften ansteuert.
Klimaschutz geht uns alle an. Wir brauchen in unserer Stadt einen gesellschaftlichen Dialog: Die Soester Klima-Konferenz muss zu einem integrierten Klima-Konzept für die Kommune führen. Aus unserer Sicht muss als ehrgeiziges Ziel festgeschrieben werden: In den nächsten 5 Jahren spart Soest mindestens 1% Energie pro Jahr ein!
Dabei ist uns wichtig, dass sich alle kommunalen Akteure engagieren. Das Klima-Konzept muss als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert und mit entsprechendem Personal unterfüttert werden. Klimaschutz ist zu wichtig, um ihn nur „nach Kassenlage“ zu betreiben – langfristig ist effektiver Klimaschutz auch ökonomisch die bessere Lösung.
Das Soester Klima-Konzept muss die möglichen Maßnahmen in der Kommune und die jeweiligen CO2-Einsparungen benennen. Als Grundlage schlagen wir eine vereinfachte Berechnung der CO2-Bilanz vor. Solche Bilanzen und Handlungsprogramme sind die Basis für einen aktiven Klimaschutz.
Das Spektrum reicht von Biogasanlagen, die mit der Kompostierungsanlage der Stadt Soest kombiniert werden, bis zur Stadtentwicklungs- und Verkehrsplanung, Solaranlagen auf den Dächern von kommunalen Liegenschaften, ein professionelles Energiemanagement in den städtischen Gebäuden, „Fifty-Fifty“-Projekte für alle Schulen, bei denen die Schulen 50% der eingesparten Energiekosten erhalten – die Liste der konkreten praxiserprobten Handlungsoptionen ist lang:
- Erhalt der Stadtwerke Soest als kommunaler Dienstleister im Bereich des Energiesparens und der Daseinsvorsorge
- Teilnahme der Stadt Soest am European Energy Award als Anreiz für mehr Energieeffizienz
- Ausbau der aufsuchenden Energieberatung der Stadtwerke für BürgerInnen vor Ort
- Sanierung des städtischen Wohnungs- und des öffentlichen Gebäudebestandes mit dem Ziel der Energieeinsparung und Wohnwertverbesserung
- Umwelteffiziente Heizwärme und Warmwasser für den sozialen Wohnungsbau durch die SWS (Einführung eines Wärmedirektservice)
- Fortführung des „Fifty-Fifty“-Modells zum Energiesparen an Schulen (Schulen erhalten 50% der eingesparten Energiekosten)
- Energieausweise an öffentlichen Gebäuden und Maßnahmenkataloge zur Verbesserung
- Weitere Nahwärme-Inseln in Soest durch die Stadtwerke
- Energieeffizientere Lichttechniken für Straßenbeleuchtung und Ampeln
- Qualifizierte Energieberatung bei Neubauvorhaben und Altbausanierung
- Mehr Energieeffizienz bei allen öffentlichen Neu- und Umbauten (Strom-, Wärme- und Kälte-Konzept) durch Partnerschaft mit den Stadtwerken bei der zentralen Grundstückswirtschaft
- Renovierung des Klinikums Stadt Soest mit ressourcenschonenden Technologien
- Bau von Photovoltaik-Anlagen und solarthermischen Anlagen auf städtischen Gebäuden
- Förderung von Erdwärme, wo sie möglich und rentabel ist
- Ausbau der Solarsiedlung am Ardeyweg
- Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes
- Ausbau von Erdgastankstellen
- Umrüstung des städtischen Fuhrparks auf umweltschonende Antriebsarten
- Umrüstung des öffentlichen Linienverkehrs auf umweltschonende und geräuscharme Antriebsarten
- Autofreier Tag in Soest
- Runder Tisch für Energie: Alle relevanten Akteure an einen Tisch!







